Parallele Welten
Die Gestalt Gottes ist mannigfaltig, seine Erscheinungsformen unzählbar, der in ihm verborgene, sich ausbreitende Drang, Bewusstsein zu erlangen, grenzenlos. Was immer existiert, gleich ob materiell oder immateriell, dient einzig dem Zweck der vollständigen Entfaltung Gottes und dieses Ziel wird nur dadurch erreicht, dass sich die ganze Bandbreite aller in Gott vereinten Gegensätze im Laufe der Entwicklung vollständig abbildet.
Das Abbilden, das Gestaltannehmen, ist die Grundlage für den sich ausdehnenden Horizont Gottes und für das wachsende Bewusstsein Gottes seiner selbst. Jedes Prinzip, jeder Gedanke, jede Idee und jede Verkörperung durch die sie sich ausdrücken, ob Engel, Mensch oder noch ganz anders, gehört zu den Schmucksteinen jenes Kaleidoskops, das Gott als Spiegel der Selbsterkenntnis dient.
Dem Ursprung Gottes entspringt alles und alles kehrt am Ende seiner Entwicklung zu diesem Ursprung zurück. Damit ist die Entwicklung allen Seins, vom kleinsten Bakterium bis zum größten Universum beschrieben, denn alles was ist, ist Gott.
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