Beweise
Dieses Buch ist auf der Grundlage einer Theorie geschrieben: Die gesamte Schöpfung kommt von Gott, zerfällt in immer kleinere Einheiten von Bewusstsein und diese Einheiten müssen wieder zu Gott zurück; der Weg, den Menschen beschreiten, besteht in einer Folge von Inkarnationen, bei denen sie in verschiedenen Häusern hospitieren.
Es gibt keinen Beweis für diese Theorie, im menschlichen Sinn nicht und im wissenschaftlichen noch viel weniger. Warum auch? Ein Bewusstsein entwickelt sich durch Einsicht, nicht durch einen vor Augen geführten Beweis der Existenz der immateriellen Welt! Wer durch Beweise, Drohungen oder Verheißungen zu einer Handlung motiviert oder von einer Handlung abgebracht wird, gewinnt keine Einsicht - Einsicht setzt Erkenntnis voraus und wird nur über die Zeit erworben. Beweise sind also nicht zweckdienlich, sondern als Einmischung in die freie Entfaltung eines Bewusstseins schädlich: Ein Bewusstsein, das die Erkenntnismöglichkeiten eines anderen Bewusstseins zugunsten seiner eigenen Einsicht einschränkt, behindert die Entfaltung Gottes.
Jedes Bewusstsein muss sich durch sich selbst entwickeln - aus freien Stücken und nur von der Sehnsucht angetrieben, nach Hause zu kommen. Der Funke Gottes, die Sehnsucht nach Liebe, nach Geborgenheit, die Sehnsucht nach Hause zu kommen, ist der Treibstoff, der den Motor der Entwicklung am Laufen hält - mehr wird nicht gebraucht. Und weil jedes Bewusstsein den Funken Gottes als angeborenes Erbe in sich trägt, wird diese Entwicklung stattfinden; sie ist unvermeidbar, zwangsläufig und lediglich eine Frage der Zeit.
Alles kommt von Gott, alles ist Gott und alles kehrt zu Gott zurück und es spielt keine Rolle, auf welchen Wegen Gott sich in einer Schöpfungsperiode entfaltet, wie lange diese Entfaltung dauert oder wie diese Schöpfung in ihren Facetten gestaltet ist.
Wir alle sind ein Teil jenes Wunders, das Menschen Gott nennen.
| < Der vierpolige Magnet |
"Über den Ursprung der Welten" als gebundenes Buch bestellen