Du sollst Dir kein Bild von mir machen!
oder
Wie’s Gescherr, so der Herr?
Die großen Weltreligionen haben ihre Anhänger, die weniger großen auch und dann gibt’s da noch viele bislang nicht organisierte Menschen, die sich für spirituell halten. Gemeinsam ist diesen Gläubigen das vage Gefühl, der Mensch als Gattung sei anders, besonders und irgendwie wichtiger als der Rest der Schöpfung. Dieses diffuse, kaum zu begründende Gefühl der eigenen Wichtigkeit begleitet die meisten Menschen seit ihrer Geburt, woraus sie folgern, dass es nicht trügen kann.
Die Annahme wichtig zu sein - als Individuum, wie als Gattung - führt zwangsläufig zur Erfindung eines Gottes, der eine besondere Beziehung zum Menschen im Allgemeinen und zu seinen Anhängern im Besonderen haben muss und schon sind wir mitten im Irrtum, aus dem sich weitere Irrtümer ableiten und dann noch mehr und noch mehr Irrtümer und aufgebaut ist die ganze Geschichte so:
Der erste Irrtum ist die Annahme, Menschen seien wichtig.
Zweitens: Wenn Menschen wichtig sind, muss es auch jemanden geben, der sie für wichtig hält. (Sonst wäre diese Annahme ja nichts weiter als Narzissmus)
Abgelegt in Spirituelle Irrtümer | 1 Kommentar »